Kinder, Jugend & Familie

Integrationsassistenz

Kinder oder Jugendliche mit Besonderheiten in ihrer Entwicklung oder einer Behinderung brauchen, trotz fortschreitender Konzepte zur Inklusion in Schulen und Kitas, in vielen Situationen mehr Unterstützung, als durch die Bildungseinrichtungen geleistet werden kann.

Zur Entfaltung ihrer Potentiale und einer optimalen Teilhabe an Bildungsangeboten, sowie dem sozialen Leben vor Ort, können sie auf die kontinuierliche oder situative Unterstützung einer weiteren Bezugsperson angewiesen sein. Diese kann in Form einer Integrationsassistenz gestellt werden.

Die genauen Aufgaben der Integrationsassistenz sind vielfältig; so vielfältig, wie die Kinder und Jugendlichen selbst! Abhängig vom konkreten Unterstützungsbedarf, wird vom Kostenträger die Durchführung der Integrationsassistenz durch eine pädagogische Fachkraft (Heilerziehungspfleger, Erzieher, Sozial- oder Sonderpädagoge) oder eine Person ohne spezifische Berufsausbildung genehmigt. Grundsätzlich bieten wir die Integrationsassistenz in Kitas und Schulen in Bonn und in den angrenzenden Stadtgebieten an.

Sie haben Fragen zur Integrationsassistenz in Kindertagesstätten?
Kontakt: Monika Rink, Koordinationsfachkraft

Sie haben Fragen zur Integrationsassistenz in Schule, Berufsschule, Uni?
Kontakt: Anna-Lena Faßbender, Sachgebietsleitung

„Unser Ziel ist es, Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die bestmögliche Teilhabe zu gewährleisten, um somit den Grundstein für Selbstbestimmung und -erfüllung zu legen.“ 


Integrationsassistenz – Wer bezahlt das?

Wer die Kosten einer Integrationsassistenz übernimmt, hängt von der Art der Beeinträchtigung/ des Unterstützungsbedarfs des Kindes/Jugendlichen ab:

  • Icon Bei einer Integrationsassistenz in der Kindertagesstätte ist der LVR der zuständige Kostenträger.
  • Icon Bei einer Integrationsassistenz für die Schule ist bei vorliegender geistiger oder körperlicher Beeinträchtigung des Kindes/ Jugendlichen das Sozialamt zuständig.
  • Icon Bei einer (drohenden) seelischen Behinderung bei Kindern/ Jugendlichen ab Schuleintritt ist das Jugendamt zuständig.

Unsere Aufgaben

  • Icon Beratung von Schulen, Kitas, Eltern, Therapeuten zu Antragstellung und Antragsverfahren
  • Icon Suche eines geeigneten Mitarbeitenden, passend zum individuellen Unterstützungsbedarf des Kindes/ Jugendlichen/ jungen Erwachsenen
  • Icon Anleitung und fachliche Begleitung des Mitarbeitenden im täglichen Einsatz
  • Icon Bindeglied zwischen Schule/ Kita, Familie, Integrationsassistenz und kostentragender Institution

Poollösung ab dem Schuljahr 2018/2019 in Bonn

Ab dem Schuljahr 2018/2019 wird die Integrationsassistenz in Bonn in Form einer sogenannten „Poollösung“ umgesetzt werden. Ab diesem Zeitpunkt ist das DRK für 3 Schulbezugsräume in Bonn zuständig: Bonn Nord, Hardtberg Kottenforst 1 und Hardtberg West 2.

Schulbezugsraum 10 – Bonn Nord Schulbezugsraum 15 – Hardtberg West 2 Schulbezugsraum 16 – Hardtberg Kottenforst 1
Abendrealschule Astrid-Lindgren Förderschule August-Macke Hauptschule
Bernhardschule (KGS) Helmholtz-Gymnasium Brüser Berg (GGS)
Collegium Josephinum (Gymnasium) Laurentiusschule (KGS) Finkenhof (GGS)
Heinrich-Hertz-Berufskolleg Ludwig-Richter-Schule (GGS) Hardtberg-Gymnasium
Jahnschule (GGS) Rhein-Sieg-Berufskolleg Hardtberg-Realschule
Karlschule (GGS) Rochusschule (KGS)
Ludwig-Erhard-Berufskolleg
Paul Martini Förderschule
Robert-Wetzlar-Berufskolleg
St. Hedwig Hauptschule

Auf den Internetseiten der Stadt Bonn finden sich weitere Informationen zur Bonner Poollösung.

Medizinische Integrationsassistenz

Trotz der sehr positiven Entwicklung im Bereich Integrationsassistenz, gibt es immer wieder Kinder/ Jugendliche mit einer spezifischen Kombination individuellen Unterstützungsbedarfs, die „durchs Raster fallen“. Insbesondere sind dies die Kinder, die in ihrer Betreuung einen (auch) medizinischen Bedarf haben. Hierunter fallen zum Beispiel Kinder mit Diabetes Typ 1, die aufgrund instabiler Werte nicht nur punktuell, sondern kontinuierlich auf eine individuelle Anpassung der Insulingaben angewiesen sind, Kinder mit Epilepsie, die zu sehr häufigen Krampfanfällen neigen etc.

Grundsätzlich ist die Entwicklung zu beobachten, dass es für Kinder mit einem kombinierten Bedarf an Eingliederungshilfe und medizinischen Leistungen häufig sehr schwierig ist, einen Leistungserbringer zu finden. Häufig können diese Kinder dann die Kita nicht oder nur unter hohem persönlichen Einsatz der Erziehungsberechtigten besuchen, sind in der Einrichtung nicht adäquat versorgt oder müssen statt der gewünschten Regelschule letztendlich dann doch die Förderschule besuchen.

Mit unserer speziellen Expertise, die sowohl das medizinische Wissen wie auch die pädagogischen Kompetenzen vereint, haben wir uns gemäß eines inklusiven Denkens und Handelns „auf die Fahnen geschrieben“, auch für die Kinder mit zusätzlich medizinischem Bedarf eine verlässliche und qualitativ hochwertige Assistenz bereitzustellen.
Grundsätzlich bieten wir die medizinische Integrationsassistenz in Kitas und Schulen in Bonn sowie in den angrenzenden Stadtgebieten an.

Sie haben Fragen zur medizinischen Integrationsassistenz?
Kontakt: Janine Reuter, Koordinationsfachkraft